Scheckmarken | Übersicht

Kriegsgefangenengeld der KGL im 1. Weltkrieg

Hier finden Sie eine Übersicht über das in Form von Scheckmarken verausgabte

Lagergeld diverser Armeekorps im Ersten Weltkrieg.

Alternative Bezeichnungen: Gefangenengeld, Gefangenenlagergeld,

Kriegsgefangenenlagergeld  oder Lagergeldscheine

Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit und bei allen aufgeführten Lagern und Abbildungen handelt es sich lediglich um Beispiele. Alleine die Anzahl an möglichen Ausgabestellen für das X. Armeekorps der preußischen Armee liegt bereits bei mehr als 170! Diese alle aufzuführen und mit Beispielen zu belegen, stellt eine langfristige Herausforderung dar, welcher ich mich aber stellen werde.

Aufbau einer Tabelle in der Übersicht

Von links nach rechts:

Spalte 1

Nummerierung laut SM

Spalte 2

Nominale der Marke

Spalte 3

Farbe der Marke

Spalte 4

Katalogisierung laut Tieste

Beispiel-Tabelle aus der Scheckmarken-Übersicht


Rückseiten von Scheckmarken des X.Armeekorps mit diversen Aufdrucken

X. Armeekorps (Kaiserreich)

Die Scheckmarken des X. Armeekorps waren im Gegensatz zu Ausgaben anderer Armeekorps zum mehrfachen Gebrauch gedacht. Deshalb gab es auch öfters Varianten mit auf Karton aufgeklebten Marken.

Die Handhabung wurde dadurch etwas vereinfacht.

Die Unterscheidung findet durch verschiedene Trennungsarten (Zähnung oder Durchstich), Perforationen im Markenbild sowie diverse Stempelvarianten statt.

 

Das X. Armeekorps (10. Armee-Korps) war ein Großverband der Preußischen Armee

welches nach dem preußisch-österreichischen Krieg (auch "Deutscher Krieg" ) 1866 in der damals neu gegründeten Provinz Hannover errichtet wurde.

In Hannover befand sich auch bis zur Auflösung mit Ende des 1.Weltkrieges 1919 das Generalkommando. Im näheren Umfeld der Stadt gab es entsprechend die meisten Kriegsgefangenenlager.

Unter der gleichen Bezeichnung existierte während der Nazizeit zwischen 1935 und 1945 auch ein Großverband der Wehrmacht. Die auf diesen Seiten thematisierten Scheckmarken haben mit dieser Phase allerdings nichts zu tun.

Die Gefangenenlager

Die folgende Auflistung ist umfangreich und beinhaltet sämtliche uns bekannten Lager, Nebenlager sowie Arbeitskommandos des 10. Armeekorps.

Die Liste basiert auf den Standardkatalog von Reinhard Tieste, welcher zuletzt im Jahr 2007 in 2. Auflage aktualisiert wurde.

Allein der Umfang sollte bewusst machen, dass es sich bei diesen Seiten um ein lebendes Projekt handelt, welches sich stetig weiterentwickeln wird.

Auch wenn durch neue Erkenntnisse hin und wieder weitere Ausgabestellen bekannt werden können, ist dies der nach meinem Wissen letzte Stand.

(Für Hinweise und Anmerkungen kann gern das Kontaktformular benutzt werden)

Weitere Informationen werden in Zukunft ergänzt.

Abelbeck Achterberg
Ahlen Ahlen (Küper)
Ahlhorn Altenwahlingen
Aschendorf Baden-Etelser Moor
Barsinghausen Barum
Bederkesa Beedenbostel
Behren Bexten
Bexten-Listrup Bösel
Bohmte Bokelah
Bokern Bommelsen
Borbeck Borchel
Bosse Bottdorf
Bremen (Francke) Bretel
Brettum Brockel
Brockhöfe Buchholz
Cassebruch Catensen
Celle Celle (Fuhsestrasse)
Celle (Forst Celle) Cellelager
Colnrade Cordingen
Dahlenburg Dassel
Diekholzen Diepholz
Donnerhorst Dorfmark
Dünsen Einswarden
Etelsen Eystrup
Freistatt Fr.-August-Hütte
Friedrichshall Gamsen-Kästorf
Georgsmarienhütte Gittelde
Gnarrenburg Gösloh
Grabstede Grethem-Büchten
Gross-Düngen Gross-Heins
Gross-Ippener Grossweder
Haassel Hagen (Sprakensehl)
Hahnenmoor Hakenmoor
Hambostel Hameln
Hameln (Greiserwerk) Hannover
Hannover (J.Berger) Hannover (Hagen)
Hannover-Linden Harber
Heber Heestenmoor
Hehlen Helmstedt
Herberger Zuschlag Hildesheim
Hildesheim (Senking) Holzminden
Hope Hordorf
Huddestorf Hülseberg
Hülsen Ilfeld
Ilseder Hütte Ilster
Jesteburg Kampen
Kirchweyhe Königsmoor
Kohlenbach Ladecop
Lamstedt Langemoor
Langwedel Lanschwald
Lengenermoor Lichtenhorst
Löningen Lösse
Lübberstedt Lüneburg
Lüneburg (Brüning) Lüneburg (Kausch)
Marcardsmoor Mecklingen
Meyenburg Müden
Müggenburger Moor Munster
Munsterlager Nansen
Neuenwege Niederohe
Oberhode Oerrel
Ostenwalde Osterwald
Otersen Otter
Over Peine
Poggenmoor Ramsloh
Reddingen Rethem
Ronnenberg Sannum
Sarninghausen Schapen
Schneeheide Schwalingen
Schwarmstedt Schweger Moor
Sebaldsbrück Seelhorst
Siedenholz Söhlingen
Soltau Spohle
Steinau Steinhorst
Steyerberg Streek
Ströhen Südedewecht
Teufelsmoor Töpingen
Uetze Unterlüss
Vahrendorf Vehnemoor
Verden Völpke
Völpke (Bismarck) Wagenfelder Moor
Walsrode Wardböhmen
Wendessen Wendewisch
Weyhausen Wiersen
Wiesmoor 1 Wiesmoor Nord
Wiesmoor Süd Wildemann
Willemoor Woltwiesche
Collage vom Lagergeld des II. Bayerischen Armeekorps aus den Gefangenenlagern in Aschaffenburg, Germersheim, Hammelburg, Landau und Würzburg

II. Bayerisches Armeekorps

Alternative Schreibweisen:

II. Königlich Bayerisches Armee-Korps

II. Bayrisches Armeekorps


Die Scheckmarken waren für die einmalige Benutzung bestimmt und wurden meist nach Wertstufen sortiert in dafür gedruckte Heftchen geklebt.

Die Marken gibt es teils gezähnt oder geschnitten und unterscheiden sich durch waagerechte oder diagonale Aufdrucke, welche zusätzlich in unterschiedlichen Größen vorkommen können. Auch gibt es in einigen Fällen farbige Buchstabenstempel.

Ein Druckbogen bestand aus jeweils 100 Marken.

Das II. Bayr. A.K. war ein Großverband und eine territoriale Kommandobehörde der Bayerischen Armee. Es wurde 1815 in Würzburg errichtet, wo sich mit einer Unterbrechung zwischen 1822 und 1869 bis zur Auflösung mit Ende des Ersten Weltkriegs das Generalkommando befand.

Das Korps nahm sowohl am Deutsch-Französischen Krieg als auch am 1. Weltkrieg teil.

In Bayern wurden während des Ersten Weltkriegs ca. 40000 Kriegsgefangene auf über 20 Lager verteilt. Die Drei vom 2. Bayerischen Armeekorps geführten Gefangenenlager waren nur ein kleiner Teil davon. Zwei weitere Lager befanden sich in Rheinland-Pfalz.

Auch die Aktenbestände des Bayerischen Armeekorps sind wie auch die Akten anderer deutschen Länder nach dem Krieg in Berlin zusammengeführt worden. Dort verbrannte ein Großteil im Bombenhagel 1945. Trotzdem sind die Kriegsgefangenenlager des II. Bayerischen Armeekorps vergleichsweise gut historisch erforscht. 

 

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